Haus & Grund Frankfurt
am Main e. V.

Grüneburgweg 64
60322 Frankfurt am Main

Tel.: 069 - 95 92 91 - 0
Fax: 069 - 95 92 91 - 11

» E-Mail schreiben
Menü
Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW):
Deutsche können sich größere Wohnungen leisten

In vielen Regionen Deutschlands können sich die Mieter heute größere Wohnungen leisten als noch vor sechs Jahren. Zu diesem Schluss kommt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer aktuellen Studie. Die Forscher haben bundesweit die Entwicklung der Mieten im Geschosswohnungsbau und die des durchschnittlichen Einkommens unter die Lupe genommen und beides ins Verhältnis gesetzt.

Seit 2010 sind die Mieten im Schnitt um 10,2 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum hat sich das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte um 11,5 Prozent erhöht. In weiten Teilen Deutschlands wird Mieten also relativ gesehen günstiger, nicht teurer. Wer ein Viertel seines verfügbaren Einkommens für die Miete ausgibt, bekommt durchschnittlich 94 Quadratmeter Wohnfläche – zwei Quadratmeter mehr als vor sechs Jahren.

Große regionale Unterschiede
Im bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau (Bayern) reicht ein Viertel des Durchschnittseinkommens für 126 Quadratmeter, in den Studentenstädten Trier, Freiburg, Heidelberg und Würzburg nur für 60 Quadratmeter. Nur wenig mehr Wohnfläche (durchschnittlich 70 Quadratmeter) können sich Mieter in den drei größten deutschen Städten Berlin, Hamburg und München für den gleichen Anteil ihres Einkommens leisten.

Nur in etwa einem Viertel der Kreise und kreisfreien Städte kann sich ein Durchschnittshaushalt heute weniger Wohnfläche leisten als noch vor sechs Jahren. Unter den zehn größten Städten gilt das für Berlin, Stuttgart und Dortmund. Am Beispiel Berlin erläutern die IW-Autoren: In der Hauptstadt sind die Mieten seit 2010 um 26 Prozent gestiegen. Hintergrund ist der starke Zustrom – in den vergangenen sechs Jahren ist Berlin um 240.000 Einwohner gewachsen. Da ihre Kaufkraft nicht im selben Maße stieg wie die Preise, können sich Mieter weniger Wohnraum leisten, nämlich durchschnittlich 68 Quadratmeter und damit einen Quadratmeter weniger als 2010. In anderen Metropolen hingegen sinkt die reale Miete: In München legte die Wohnfläche in den vergangenen sechs Jahre um einen Quadratmeter zu, in Frankfurt um drei.

Hohe Mietsteigerungen nur an wenigen Standorten
Nur an einzelnen Standorten - vor allem in einigen Metropolen – jedoch bei Weitem nicht flächendeckend entwickelten sich die Marktmieten im Geschosswohnungsbau rasant: In Berlin stiegen sie zwischen 2010 und 2016 um 26 Prozent (3,9 Prozent p.a.), in Würzburg und Offenbach um jeweils 22 Prozent (3,4 Prozent p.a.). Die Steigerungen in den zentrumsnahen Lagen und in attraktiven Stadtteilen von Metropolen wie Hamburg, München und Köln lagen auf vergleichbarem Niveau und teilweise darüber. In mehr als zwei Drittel der Kreise und kreisfreien Städte liegen die Marktmieten unter dem Bundesdurchschnitt.

Unser Tipp:

Auf der Seite des IW Köln finden Sie eine interaktive Karte, in der Sie Ihre Region anklicken und die Entwicklung vor Ort nachverfolgen können: https://iw.carto.com/viz/964f0e16-5d65-11e6-865e-0e05a8b3e3d7/embed_map