Haus & Grund Frankfurt
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Jahresmitgliederversammlung von Haus & Grund Frankfurt
Die Einführung eines Freibetrags bei der Grunderwerbsteuer für das Eigenheim und die Rücknahme der Mietpreisbremse – das forderten der Vorsitzende von Haus & Grund Frankfurt am Main, Jürgen H. Conzelmann, sowie der Landesvorsitzende der FDP Hessen, Stefan Ruppert, bei der Mitgliederversammlung 2017 von Haus & Grund Frankfurt am Main e.V. am 15. Mai im Frankfurter Hof.

Welche Veränderungen wird die Bundestagwahl für die Haus- und Wohnungseigentümer im Rhein-Main-Gebiet bringen? Diese Frage beschäftigte die rund 300 Teilnehmer der Mitgliederversammlung von Haus & Grund Frankfurt e.V.. Als Gäste geladen waren der Landesvorsitzende der FDP Hessen, Stefan Ruppert, sowie Frankfurts ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth.

Jürgen H. Conzelmann, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Eigentümervereins, forderte von der Politik geringere Belastungen und mehr Planungssicherheit für die privaten Eigentümer, denn: „Die privaten Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümer in Hessen verfügen über rund 2,5 Millionen Wohnungen und damit über mehr als 85 Prozent des gesamten hessischen Wohnungsbestandes. Sie investieren jährlich über 7,1 Milliarden Euro in ihre hessischen Immobilien und sind damit ein zentraler Faktor auf dem hier in Frankfurt so angespannten Wohnungsmarkt. Sie vermieten ihr Eigentum, schaffen damit Heimat und übernehmen so soziale Verantwortung. Dieses Engagement muss von der Politik gewürdigt und nicht – wie in den vergangenen Jahren durch Mietpreisbremse und Bauverordnungen geschehen – durch immer umfangreichere Auflagen und steigende Steuern erschwert werden. Mieteinnahmen müssen sich an der normalen Kostenentwicklung sowie an Angebot und Nachfrage orientieren können und dürfen nicht staatlich reglementiert werden. Nur dann werden Wohnungseigentümer auch weiterhin investieren. Und nur so kann es gelingen, den in Frankfurt so dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Auch Gastredner Stefan Ruppert, Landesvorsitzende der FDP Hessen, warnte eindringlich vor staatlichen Mehrbelastungen für Hauseigentümer und Mieter. Er forderte die Einführung eines Freibetrags bei der Grunderwerbsteuer für Eigenheimbesitzer sowie eine Grundsteuerbremse, um mehr Menschen den Zugang zu Wohneigentum und damit auch einen Schutz vor Altersarmut zu ermöglichen. „Die Baukosten sind in den letzten 25 Jahren massiv und stetig gestiegen und zwar deutlich stärker als die Inflation oder die Reallöhne. Dabei ist der größte Kostentreiber der Staat, der mit steigenden Bau- und Umweltstandards, insbesondere der energetischen Sanierung und dem Brandschutz, aber auch anderen bürokratischen Vorschriften, die Anforderungen an den Wohnungsbau stetig erhöht und ihn damit verteuert hat.“ Rupperts Fazit: „Ziel von Politik muss es sein, Privateigentum zu stärken und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, ihren verständlichen Wunsch nach Wohneigentum zu verwirklichen.“

Petra Roth, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, sprach sich für ein verantwortungsbewusstes und sozial ausgewogenes Agieren der Politik auf dem Wohnungsmarkt aus. Sie ermutigte Vermieter, auch weiterhin gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, Wohnraum zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig ihr berechtigtes Interesse nach einer angemessenen Rendite gegenüber der Politik und in der Öffentlichkeit selbstbewusst zu vertreten.