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Wasser und Energie sparen

Armaturen optimieren

Rund 123 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche am Tag, gut ein Drittel davon beim Duschen, Baden und der Körperpflege. Durch die Optimierung der Armatur lassen sich bis zu 50 Prozent Wasser und 25 Prozent Energie für Warmwasser einsparen.

Die Wasserzufuhr am Waschtisch oder der Spüle kann mit Hilfe der Eckventile verringert werden. Das ist beispielsweise im Gäste-WC, wo immer nur die Hände gewaschen werden, sinnvoll. An einem Hahn, wo regelmäßig der Putzeimer befüllt wird, hingegen nicht. Dort verlängert es nur die Dauer des Wasserzapfens.

Zum Nachrüsten am Waschbecken sind preisgünstige Perlstrahler (Perlatoren) gut geeignet. Sie werden auf den Auslauf von Armaturen geschraubt und mischen dem Wasser Luft bei. Damit wird die Wasseroberfläche erhöht, es entsteht ein weicher, reduzierter Strahl. Für Durchlauferhitzer und drucklose Speicher sind diese wassersparenden Aufsätze nicht geeignet.

Nach demselben Funktionsprinzip gibt es für Duschen Durchflussbegrenzer, die zwischen Armatur und Brauseschlauch gesetzt werden. Die Alternative bei der Dusche besteht darin, den vielleicht schon in die Jahre gekommenen Brausekopf auszutauschen – einfach einen Sparduschkopf an den Schlauch schrauben. Meist reduziert er nicht nur den Wasserverbrauch, sondern erhöht dank individueller Regulierungsmöglichkeiten vom sanften bis hin zum harten Massagestrahl auch das Duschvergnügen. Es gibt auch Modelle, die mit drucklosen Speichern verwendet werden können. Wer das Wasser mit Hilfe eines Durchlauferhitzers erwärmt, sollte sich hingegen beim Fachmann erkundigen. Variante Nummer drei ist ein Dusch-Stopp. Er wird gleich über der Mischbatterie eingebaut. Man reguliert die Temperatur nach Wunsch, macht sich nass und stellt dann mit dem Dusch-Stopp die Wasserzufuhr ab, um sich einzuseifen. Die eingestellte Temperatur bleibt dabei erhalten und muss nicht zum Abspülen neu eingestellt werden.

Je nach Einbausituation ist der Austausch der Armatur eine Überlegung wert. Dann verdient ihr Innenleben besondere Beachtung. Bei einigen Einhebelmischern signalisiert ein leichter Widerstand beim Hochziehen des Hebels, dass der halbe Durchfluss erreicht ist und die Wassermenge fürs Händewaschen genügt. Andere Modelle verfügen über einen eingebauten Durchflussbegrenzer. Er kann bei der Installation vom Fachmann auf eine bestimmte Wassermenge eingestellt werden. Solche Armaturen sollten allerdings nur dort eingebaut werden, wo der Druck in der Leitung stark genug ist.

TIPP
Bei der Auswahl von Armaturen und Co. ist das Wassereffizienzlabel „WELL“ eine gute Orientierungshilfe. Auf der Internetseite www.well-online.eu gibt es die Möglichkeit, nach Kategorien wassersparende Produkte zu suchen.