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Grundsteuerbelastung im Städtevergleich

Bis zu 448 Euro pro Jahr Unterschied

Die Höhe der Grundsteuerbelastung einer Familie variiert je nach Stadt um mehrere hundert Euro pro Jahr. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von Haus & Grund Deutschland erstellt hat. Die Ergebnisse dieser Studie sollen die Grundlage für weitere Diskussionen im Bund, den Ländern und den verschiedenen Städten sein. „Mieter wie Eigentümer haben ein Recht darauf, dass ihnen ihre jeweilige Kommune die unterschiedliche Steuerlast erklärt“, betont Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. „Mit dem Ranking haben wir ein Instrument geschaffen, mit dem die Belastungen vergleichbar sind.“

Für den Vergleich wurde die Belastung einer vierköpfigen Musterfamilie durch die Grundsteuer B in den nach Einwohnern 100 größten Städten in Deutschland untersucht. Mithilfe der Anzahl der Gebäudetypen, der Hebesätze und der aktuellen Jahresgrundsteuer der jeweiligen Städte wurde die Jahresrohmiete errechnet, um so den aktuellen Einheitswert zu bestimmen. Er beträgt im Durchschnitt 32.586 Euro. Auf Basis dieses errechneten Wertes, einer zu veranschlagenden Grundsteuermesszahl in Höhe von 2,6 Prozent und den einzelnen Hebesätzen der Gemeinden wurden die zu zahlenden Jahresgrundsteuerbeträge für die jeweiligen Kommunen kalkuliert und im Anschluss daran in einem Ranking verglichen.

Spitzenreiter und Schlusslichter im Überblick:
  • Ein Vierpersonenhaushalt zahlt beispielsweise in Gütersloh (Hebesatz: 381 Prozent) 323 Euro im Jahr.
  • In Witten (Hebesatz: 910 Prozent) beträgt die Jahresgrundsteuer des Musterhaushalts 771 Euro.
  • In der Mitte des Rankings finden sich die Städte Darmstadt und München (Hebesatz bei beiden: 535 Prozent) mit 453 Euro im Jahr.
  • Von den zehn günstigsten Kommunen liegen sieben in Bayern oder Baden-Württemberg.
  • Neun der zehn Städte mit der höchsten Jahresgrundsteuer befinden sich in Nordrhein-Westfalen.
  • Eigentümer und Mieter in Flensburg müssen seit 2017 knapp 45 Prozent mehr Grundsteuer zahlen. Mit dieser Erhöhung ist Flensburg die Stadt mit dem stärksten Anstieg der zu zahlenden Grundsteuer B.
  • Die Bürger in Remscheid zahlen derzeit 542 Euro und damit 122 Euro weniger als in den Vorjahren.