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Pressemitteilung vom 16.03.2009
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Kein Zwang zur energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes

„Wer Vermieter zur energetischen Sanierung ihrer Immobilien gesetzlich verpflichten will, ignoriert die Verhältnisse auf den Wohnungsmärkten.“ So kommentiert Andreas Stücke, Generalsekretär von Haus & Grund Deutschland, jüngste Forderungen des Deutschen Mieterbundes. „Private Vermieter erwirtschaften heute mit 60 Prozent des angebotenen Wohnungsbestandes keine Erträge. In dieser Marktsituation Zwangsinvestitionen zu fordern, ist schlicht realitätsblind und ordnungspolitisch Unfug“, sagte Stücke.

 

Tatsache sei, dass langfristig wieder mit steigenden Preisen für Heizöl und Erdgas gerechnet werden müsse. Eine effizientere Nutzung fossiler Energie sei daher geboten. „Wann, mit welchen Mitteln und in welchem Umfang eine Wohnung energetisch saniert wird, kann aber nur der einzelne Eigentümer entscheiden“, sagte Stücke. Nicht jeder Vermieter habe den gleichen Zugang zum Kapitalmarkt. So läge das durchschnittliche Alter privater Vermieter bei 58 Jahren. Die wenigsten Banken gäben älteren Menschen ohne weiteres Kredite über mehrere zehntausend Euro. „Oberstes Gebot ist es daher, die Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen zu beachten – und zwar in jedem Einzelfall“, forderte Stücke.

  

Um das Tempo energetischer Sanierungen im Wohngebäudebestand zu erhöhen, hält Haus & Grund eine vereinfachte Beteiligung der Mieter an den Sanierungskosten für unumgänglich. Insoweit sei eine Änderung des Mietrechts überfällig. Aus Sicht von Haus & Grund sei es zudem notwendig, energetische Sanierungen steuerlich attraktiver zu gestalten.

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